PROBIEREN = KAPIEREN HOCH 2.

Strukturen im Schulalltag

Die Grundschule AMSEL orientiert sich inhaltlich an den Grundschulrichtlinien des Landes Nordrhein-Westfalen, setzt aber an entscheidenden Stellen auf andere Strukturen als die staatlichen Regelschulen. Auf dieser Seite erhältst du einen Ausblick auf die wesentlichen Gestaltungselemente des Schulalltags.

Im eigenen Tempo lernen

Statt eines vorgeschriebenen Stundenplans gestalten die Kinder den Schulalltag aktiv mit, können in ihrem individuellen Tempo lernen und eine Tätigkeit ohne Zeitdruck zu Ende führen.

Thematische Lernräume anstelle von Schulfächern

Anstelle von Schulfächern gibt es thematisch ausgestattete Lernräume, die ein vielfältiges Angebot zum Spielen, Lesen, Schreiben, Rechnen, Musizieren, Handwerken, Basteln und künstlerischen Tätigsein machen.

Alternative Lernformen

Der gebundene Klassenunterricht wird durch Freiarbeit, Projekte und Kurse ersetzt. Die Anmeldung für Projekte und Kurse erfolgt freiwillig, aber verbindlich; es gibt Raum für freies Spiel.

Altersgemischtes Lernen

Für Gruppenaktivitäten finden sich die Kinder in altersgemischten Gruppen statt in altersgleichen Jahrgangsklassen zusammen.

Entspannte, vorbereitete Umgebung

Voll bestuhlte Klassenzimmer werden durch eine vorbereitete, kindgerechte und motivierende Lernumgebung ersetzt, die aufgrund eines speziellen Raumkonzepts dem natürlichen Bewegungsdrang von Kindern ebenso gerecht wird wie dem Bedürfnis nach konzentriertem Arbeiten.

Draußen sein

Die Kinder dürfen das Gebäude verlassen, wenn sie draußen sein möchten; ein naturnah gestalteter Außenbereich bietet Möglichkeiten zum Spielen, Gärtnern und Bauen mit unstrukturierten Materialien wie Holz und Steinen.

Offenes Ganztagsangebot

Der morgendliche Unterricht wird durch ein zusätzliches Nachmittagsprogramm ergänzt; die Eltern entscheiden, ob sie das Ganztagsangebot annehmen, das z.B. aus unterschiedlichen Arbeitsgemeinschaften oder Projekten besteht, an denen die Kinder freiwillig teilnehmen können.

Keine Hausaufgaben

Die Lernziele sind so in das Gesamtkonzept der Schule integriert, dass es keine Hausaufgaben mehr gibt; den Eltern bleibt freie Zeit mit ihren Kindern am Nachmittag.

Lesen, Schreiben, Rechnen

Kulturtechniken wie Lesen, Schreiben und Rechnen sind in unserer Gesellschaft unerlässlich und werden bevorzugt mithilfe von „handhabbaren“ Materialien (z.B. Montessori-Material) oder in anwendungsbezogenen Zusammenhängen erarbeitet, siehe Lernbeispiel.

Wissen, wie man lernt

Es kommt für uns nicht auf das Anhäufen von vorgefertigtem Wissen an; die Kinder sollen sich einzelne Inhalte möglichst vielseitig erschließen und dabei lernen, wie man seine Arbeit organisiert, mit Motivation umgeht und den eigenen Lernprozess steuert.

Rückmeldung ohne Noten

Keine Bewertung von Leistung durch Noten, sondern gezielte Hilfestellung sowie detaillierte Dokumentation und Rückmeldung auf Basis der genauen Beobachtung der kindlichen Aktivitäten und Entwicklungsschritte.

Schlüsselqualifikationen fördern

Schlüsselqualifikationen wie Selbständigkeit, Verantwortungsbewusstsein, Kreativität, vernetztes Denken und Teamfähigkeit werden vorrangig gefördert.

Ohne Regeln und Grenzen geht es nicht

Das Zusammenleben wird durch klare Regeln und Grenzen bestimmt, denn diese bieten dem Einzelnen Schutz und entspannen die Umgebung, damit sich alle wohlfühlen können.

Aktive Eltern

Eltern arbeiten für eine gewisse Stundenzahl aktiv in der Schule mit, je nach Fähigkeiten und Interesse zum Beispiel in Projekten, Lesezeiten und Arbeitsgemeinschaften, bei Ganztagsangeboten, Schulveranstaltungen, der Gestaltung von Feiern, der Zubereitung von Schulobst oder in Arbeitskreisen zu Themen wie ‚Öffentlichkeitsarbeit’, ‚Schulgebäude’ und Vergleichbarem.

Weitere Elemente des Schulalltags

Demokratie in der Schule

Im täglichen Morgen- und Mittagskreis verwirklichen die Kinder ihr Recht auf demokratische Mitbestimmung, übernehmen Verantwortung und machen die Erfahrung von Selbstwirksamkeit bei der Gestaltung wichtiger Belange des Schullebens.

Miteinander über Schule im Gespräch sein

Es gibt regelmäßige Zusammenkünfte von Schülern, Eltern und Lehrern, um verschiedene Themen des schulischen Lebens zu besprechen.

Elterninformation und -beratung

In Informationsund Beratungsangeboten werden die grundlegenden Zusammenhänge der kindlichen Entwicklung erläutert und Möglichkeiten zu einem situationsgerechten Umgang mit Kindern aufgezeigt.

Qualitätssicherung

Qualitätssicherung der schulischen Arbeit durch regelmäßige, verpflichtende Fortbildungen der Lehrkräfte, regelmäßige Befragung der Eltern und Schüler, Unterstützung durch Supervision.

Gleichgewicht braucht Freiraum.

Aushalten, dass Kinder ihren eigenen Weg suchen.
Begleiten, damit sie ihn finden.