Herzlich willkommen auf den Seiten der Grundschule AMSEL!

Die Projektidee

Es gibt unterschiedliche Meinungen dazu, was gute Bildung leisten sollte. Allgemeine Übereinstimmung herrscht darüber, dass wir eine große Verantwortung tragen, in welchem Zustand wir die Welt unseren Kindern vermachen.

Mit der AMSEL-Schule möchten wir ein zukunftsorientiertes Bildungsmodell verwirklichen, das den Gegebenheiten des 21. Jahrhunderts Rechnung trägt: dem grundlegenden Wandel von Gesellschaft und Arbeitswelt, dem raschen wissenschaftlich-technischen Fortschritt und den damit veränderten Ansprüchen an junge Erwachsene. Die kommende Generation steht vor völlig neuen gesellschaftlichen, ökonomischen und ökologischen Herausforderungen, denen wir heute durch ein neues Denken und eine neue Art „Schule zu denken“ begegnen müssen.

Schule neu zu denken bedeutet aus unserer Sicht: Die persönliche Verantwortung des Individuums in den Mittelpunkt stellen, denn Wandel beginnt immer bei uns selbst.

Dabei ist unser Hauptanliegen, dass Kinder in Liebe begleitet werden, zu ihren von Natur aus mitgegebenen Stärken finden und zu eigenen Einsichten über die Beschaffenheit der Welt gelangen. Wir Erwachsene haben sie in ihrer Selbstständigkeit zu unterstützen, damit sie genügend Vertrauen aufbauen können, um ihre persönliche Verantwortung auch anzunehmen.

Die Gründung unserer „Aktiven Schule“ ist insbesondere mit dem Ansatz der nicht-direktiven Erziehung nach Montessori-Pädagogin Rebeca Wild verbunden, den wir um die Erkenntnisse der modernen Neurowissenschaften und der Bindungsforschung erweitern.

Nicht-Direktivität bedeutet, dass Kinder in ihren Interessen, ihrer Wahrnehmung und Interpretation der Umwelt nicht von den Erwachsenen bestimmt werden. „Der Hauptunterschied zwischen der herkömmlichen und der von uns bevorzugten aktiven Methode besteht darin, dass für uns das Hauptanliegen der Erziehung nicht darin besteht, wie man einem Individuum wissenswerte Inhalte möglichst schnell und schmerzlos einflößen kann. Uns geht es vor allem darum, wie Kinder und junge Menschen in eine sich schnell wandelnde Welt so hineinwachsen, dass ihre Persönlichkeit und damit ihre Fähigkeit zu einer positiven Anpassung an neue Lebensumstände durch den Erziehungsprozess nicht geschwächt, sondern gestärkt wird.“ (Rebeca Wild)

In einem Satz: Die Frage lautet nicht so sehr, wie man das verwirklichen kann, was in den Lehrplänen steht, sondern wie man dem Raum gibt, was in unseren Kindern steckt.
Natürlich sind die Lehrpläne des Landes auch für unsere Schule verbindlich. Wir setzen aber an entscheidenden Stellen auf andere Strukturen als die staatlichen Regelschulen, um einen offenen Unterricht zu ermöglichen, der dem Lernbedürfnis der Kinder selbst den Vorrang gibt.

An der AMSEL dürfen Kinder deshalb alltägliche Lebenssituationen selbstverantwortlich mitgestalten – inbegriffen der Möglichkeit, den eigenen Lernprozess zu steuern und dafür Verantwortung zu übernehmen. Das vermissen wir derzeit im öffentlichen Schulsystem.
Wir haben nicht nur die formelle Bildung im Blick, sondern verstehen Bildung als ein vielschichtiges Geschehen, bei dem es nicht um das Auflesen von vorgefertigten Wissensinhalten geht, sondern um aktives Erschließen von Zusammenhängen, um Selbstorganisation und die Entwicklung sozialer Intelligenz.

Bei alldem machen wir die psychische Verfassung des Kindes zum Ausgangspunkt für jegliche Lern- und Entwicklungsprozesse. Die Hirn- und Bindungsforschung hat in den letzten Jahren nachträglich bestätigt, wessen sich die empirisch entwickelte Pädagogik Maria Montessoris schon vor 100 Jahren sicher war: Nur aus einem Zustand angstfreier Offenheit, Neugierde, Entspannung und ruhigen Konzentration heraus sind Kinder in der Lage, sich ungehindert auf die Erkundung ihrer Umwelt einzulassen und die für das (Über-) Leben nötigen Verhaltensstrategien auszubilden.

Diese Strategien beinhalten auch das Wissen darum wie man lernt und wie man Gelerntes flexibel und ergebnisorientiert zur Bewältigung praktischer Herausforderungen einsetzt. Wir wollen unsere Kinder für ihren Weg in dieser Welt stark machen, damit sie den Mut finden, den eigenen Lösungen zu vertrauen, während sie in Mitverantwortung für ihr Umfeld danach handeln.
Es geht um nicht weniger als um unsere gemeinsame Zukunft.

Aktive Schule. Der Begriff geht auf die deutsche Montessori-Pädagogin Rebeca Wild (1939-2015) zurück. Es handelt sich dabei um eine spezielle Form von Alternativschule in Deutschland. Ihr zentraler Ansatz ist die nichtdirektive Erziehung. Ziel des aktiven Systems ist eine Entwicklung zur Autonomie in Mitverantwortung.
Unter ‚Konzept‘ erfährst du, welche Konsequenzen dieser Ansatz für die Gestaltung des Schulalltags an der Grundschule AMSEL haben wird.

Wir suchen zum Schuljahr 2019/20 eine*n Lehrer*in.

Bei Interesse lässt sich ein unverbindliches persönliches Kennenlernen organisieren. Wir freuen uns über persönlichen Kontakt.

Zu den Stellenangeboten.

Unser Filmtipp

Für alle, die mit Kindern leben.
Jetzt im APOLLO KINO Aachen.

Häufige Fragen

Wie lautet der Schulstandort?

Die Schule soll in der Gemeinde Gangelt errichtet werden.

Wann eröffnet die Schule?

Wir wollen den Schulbetrieb am 28.08.2019 aufnehmen.

Was kostet der Schulbesuch?

Die meisten Personal- und Sachkosten der Schule werden vom Land refinanziert. Um den Restbetrag zu decken, wird ein einkommensabhängiger Beitrag erhoben, der sich etwa an den im Kreisgebiet üblichen Kindergartenbeiträgen orientiert. Uns ist wichtig, dass kein Kind aufgrund des Einkommens seiner Eltern vom Besuch der Schule ausgeschlossen wird.

Ist der Wechsel von einer Regelschule möglich?

Die Richtlinien und Lehrpläne des Landes NRW gelten für private wie für öffentliche Schulen. Daher ist ein Wechsel der Grundschule grundsätzlich in beide Richtungen möglich. Nach der 4. Klasse kann ein Kind außerdem eine öffentliche weiterführende Schule besuchen, wenn die Eltern dies wünschen.

Wie geht es nach der Grundschule weiter?

Der Ausbau zu einer weiterführenden Schule ist von uns gewünscht und bei entsprechender Nachfrage vorgesehen. Die Schulform der weiterführenden Schule steht noch nicht fest.

Bietet ihr inklusives Lernen an?

Perspektivisch verstehen wir uns als inklusive Schule. Um den Interessen aller Schüler gerecht zu werden, entscheiden wir nach den ersten Jahren im Schulbetrieb, wann und mit welchen Förderschwerpunkten wir die inklusive Arbeit beginnen werden.